Anleitung21. Oktober 202611 Min. Lesezeit

Zuhause mit KI einrichten: in 5 Schritten zum neuen Look

Schritt für Schritt mit Screenshots: Räume fotografieren, hochladen, entrümpeln, zwei oder drei Stile testen, exportieren. 15 Minuten, 5 Bilder gratis.

Du kannst dein eigenes Wohnzimmer noch heute Abend in einem neuen Stil sehen, aus einem Handyfoto, ohne vorher ein einziges Kissen zu kaufen. Diese Anleitung zeigt genau, wie das geht, mit einem Screenshot zu jedem Schritt: Wir sind von sechs Fotos eines bewohnten Einfamilienhauses ausgegangen, haben sie bei Twelve Lumens hochgeladen, den Krempel entfernen lassen und die Räume in Modern, Skandinavisch und Coastal ausprobiert, bevor wir einen eigenen Look beschrieben haben. Von Anfang bis Ende hat das etwa eine Viertelstunde gedauert, das meiste davon war Warten auf Renderings.

Was du brauchst: ein Handy, Tageslicht und ein kostenloses Konto. Die ersten fünf Bilder kosten nichts, und eine Kreditkarte wird nicht abgefragt. Wenn du vorher wissen willst, wie die Technik funktioniert, lies Wie funktioniert virtuelles Home Staging mit KI?. Dieser Artikel ist die Praxisversion. Das Haus auf den Screenshots ist ein generiertes Beispielhaus, hier wird also niemandes echtes Wohnzimmer gezeigt; jedes entrümpelte und eingerichtete Bild ist ein unbearbeitetes Rendering aus der App.

Vorab: Fotos, mit denen die KI arbeiten kann

Das Ergebnis ist nie besser als das Foto darunter, denn der Raum selbst wird nicht verändert, nur das, was darin steht. Fünf Regeln, die den Unterschied machen:

  • Bei Tageslicht fotografieren, Vorhänge auf, Lampen an. Flaches Nachmittagslicht schlägt jede dunkle Abendaufnahme.
  • In der Tür oder in einer Ecke stehen und das Handy auf Brusthöhe gerade halten. Die KI muss Boden, Wände und Decke sehen, um Möbel glaubwürdig zu platzieren.
  • Querformat, nicht Hochformat. Ein breites Foto pro Raum zeigt den ganzen Raum; Hochformat schneidet die Hälfte weg.
  • Nicht fürs Foto aufräumen. Das Entrümpeln übernimmt der erste Schritt, und den Unterschied zu sehen ist der halbe Spaß.
  • Ein Foto pro Raum reicht, um einen Stil zu testen. Eine zweite Perspektive ergänzt du später für die Räume, bei denen du wirklich entscheiden willst.

JPEG, PNG, WebP und HEIC direkt vom iPhone funktionieren alle; die App konvertiert und lässt deine Originale unangetastet.

Schritt 1: Kostenloses Konto anlegen und „Mein eigenes Zuhause" wählen

Geh auf die Registrierungsseite und lege ein Konto mit E-Mail-Adresse oder Google an. Keine Karte, keine ablaufende Testphase: Die ersten fünf Bilder bleiben einfach kostenlos.

Die Registrierungsseite von Twelve Lumens mit Feldern für E-Mail und Passwort
Zur Registrierung reichen E-Mail-Adresse und Passwort. Die ersten fünf Bilder sind kostenlos und verfallen nie.

Danach kommen zwei kurze Fragen. Die zweite zählt: Wähle Mein eigenes Zuhause. Die App richtet dann einen persönlichen Arbeitsbereich mit einem Objekt namens „Mein Zuhause" ein, du überspringst die Adressformulare der Makler und landest direkt auf dem Upload-Bildschirm.

Onboarding-Schritt mit der Frage, was dich herführt, „Mein eigenes Zuhause" ist ausgewählt
„Mein eigenes Zuhause" wählen, und die App legt ein Objekt für dich an, ganz ohne Adresse.

Schritt 2: Fotos hochladen

Du landest auf einer leeren Objektseite. Die große Ablagefläche in der Mitte und der Button Fotos hinzufügen in der Seitenleiste tun dasselbe: Sie öffnen den Uploader.

Eine leere Objektseite namens „Mein Zuhause" mit Ablagefläche und Einstiegsbanner
Dein erstes Objekt, noch ohne Fotos. Der kostenlose Plan nimmt bis zu 10 Fotos pro Objekt und gibt dir 5 Bilder zum Rendern.

Wähle alle Raumfotos auf einmal aus. Jedes wird einzeln hochgeladen und erscheint auf der Seite, sobald es da ist.

Der Dialog „Fotos hinzufügen" mit Ablagefläche und den unterstützten Formaten
Den ganzen Stapel auf einmal hineinziehen: JPEG, PNG, WebP und HEIC bis 20 MB pro Datei.

Direkt nach dem Upload sieht sich die App jedes Foto an, erkennt den Raum und schreibt eine kurze Beschreibung. Das dauert zehn bis dreißig Sekunden pro Foto, und du siehst zu, wie die Fotos aus der Leiste „wird verarbeitet" in ihre Raumgruppen wandern. Bei uns haben sich die sechs Fotos ohne unser Zutun in Wohnzimmer, Küche, zwei Schlafzimmer, Arbeitszimmer und Bad sortiert.

Der Tab „Original" mit nach Räumen gruppierten Fotos
Automatisch nach Räumen sortiert. Die Tabs Original, Entrümpelt und Eingerichtet sind drei Ansichten derselben Fotos.

Beim allerersten Upload passiert noch etwas: Die App rendert von sich aus einen Raum im Stil Modern, damit du nach ein, zwei Minuten ein Ergebnis siehst, statt auf Buttons zu starren. Es taucht im Tab „Eingerichtet" auf.

Der Tab „Eingerichtet" mit dem ersten automatischen Modern-Rendering neben den noch nicht eingerichteten Räumen
Das erste Rendering kommt von allein. Der Button oben rechts richtet alle übrigen Räume mit einem Klick ein.

Schritt 3: Erst entrümpeln

Öffne den Tab Entrümpelt und klicke auf Schnell generieren. Die KI nimmt aus jedem Foto gleichzeitig die Möbel der Bewohner, den Kram auf der Arbeitsplatte und persönliche Gegenstände heraus und lässt eine saubere, leere Version desselben Raums übrig: gleicher Boden, gleiche Wände, gleiche Fenster, gleiches Licht.

Der Tab „Entrümpelt" vor dem ersten Rendering mit dem Button „Schnell generieren"
Entrümpeln läuft für alle Räume mit einem Klick. Die Zeile unter den Tabs sagt dir vorher, was es von deinem Bildbudget kostet.

Warum dieser Schritt, wenn ohnehin neue Möbel hineinkommen? Aus zwei Gründen. Die eingerichteten Ergebnisse werden besser, wenn das Modell von einem leeren Raum ausgeht, statt gegen das vorhandene Sofa anzukämpfen. Und die leere Version ist selbst schon ein Ergebnis: Die meisten Menschen sehen ihren Raum zum ersten Mal als Raum und nicht als ihre Sachen, und allein das verändert, was man ihm zutraut.

Der Tab „Entrümpelt" mit allen Räumen leer gerendert
Alle sechs Fotos entrümpelt. Jede Karte lässt sich anklicken, um sie mit dem Original zu vergleichen.
Zieh den Regler: das bewohnte Wohnzimmer und derselbe Raum ohne alles.

Schritt 4: Einen Stil ausprobieren, dann noch einen

Öffne den Tab Eingerichtet. Das Modern-Rendering vom ersten Upload ist schon da; klicke auf Schnell generieren, und jeder andere Raum bekommt dieselbe Behandlung, parallel. Ein Rendering dauert meist ein bis zwei Minuten, ein ganzes Zuhause ist also fertig, während du Kaffee kochst.

Der Tab „Eingerichtet" mit allen Räumen im Stil Modern
Jeder Raum in Modern. Ein Stil fürs ganze Zuhause sorgt dafür, dass die Räume zusammengehören.

Jetzt der nützliche Teil. Klicke über dem Raumraster auf Stil hinzufügen und wähle einen zweiten Look aus der Bibliothek: Skandinavisch, Luxus, Mid-Century, Coastal, Industrial oder einen eigenen Stil. Der neue Stil erscheint als Chip neben Modern, mit einem Zähler für die Räume, die darin noch gerendert werden müssen. Noch einmal „Schnell generieren", und ein paar Minuten später schaltest du das ganze Haus per Klick auf die Chips zwischen zwei Stilen um.

Der Dialog „Stil hinzufügen" mit dem Auswahlmenü der Stilbibliothek
Einen zweiten Stil aus der Bibliothek hinzufügen oder aus Beschreibung und Referenzfotos einen eigenen bauen.
Der Tab „Eingerichtet" mit den Räumen im skandinavischen Stil
Dieselben Räume in Skandinavisch. Mit den Chips über dem Raster wechselt das ganze Haus den Stil.
Alle sechs Räume des Hauses im skandinavischen Stil
Das ganze Haus in Skandinavisch: sechs Räume, eine Palette, bis zu den Handtüchern im Bad.
Das Wohnzimmer in Modern (links) und Skandinavisch (rechts). Gleiches Foto, gleicher Raum, zwei Entscheidungen, die du jetzt wirklich nebeneinanderlegen kannst.

Im Editor vergleichen und neu rendern

Klicke auf eine Karte, um den Editor zu öffnen. Die Leiste unten enthält jede Version dieses Fotos: Original, entrümpelt, jeder Stil, jeder neue Versuch. Das Sofa gefällt nicht? Noch einmal rendern; das neue Ergebnis landet neben dem alten, nichts wird überschrieben. Über das Auswahlmenü oben wechselst du den Stil nur für diesen Raum. So probierst du Coastal im Wohnzimmer, ohne das ganze Haus neu zu rendern.

Der Editor mit dem Wohnzimmer-Rendering, dem Stilmenü und der Versionsleiste
Der Editor: Trennlinie ziehen, um mit dem Original zu vergleichen, jede Version in der Leiste darunter, und ein Textfeld für Änderungen.
Skandinavisch (links) gegen Coastal (rechts), nur fürs Wohnzimmer aus dem Editor heraus gerendert: gleicher Raum, ein cremefarbenes Sofa mit blauen Kissen, eine Rattanleuchte und Meeresbilder an der Wand.

Den eigenen Look beschreiben

Die Voreinstellungen sind ein Ausgangspunkt. Wenn du weißt, was du willst, wähle im Stilmenü Freestyle und tippe es ein: Farben, Materialien, das eine Möbelstück, das du schon hast und behalten willst. Wir haben uns ein warmes, minimalistisches Wohnzimmer gewünscht, mit hellem Eichenboden, einem cremeweißen Leinensofa, einem runden Couchtisch aus Nussbaum und einem großen Kunstwerk. Im selben Panel wählst du das Ausgangsbild: das Original oder die entrümpelte Version, damit das Modell von einem leeren Raum ausgeht.

Das Freestyle-Panel des Editors mit einer geschriebenen Beschreibung des gewünschten Looks
Freestyle: den gewünschten Raum in normalen Worten beschreiben und rendern.
Das Wohnzimmer, gerendert aus der Freestyle-Beschreibung
Das Freestyle-Ergebnis. Konkrete Wörter (Eiche, Leinen, Nussbaum, ein Kunstwerk) ergeben konkrete Räume; vage Wörter ergeben Durchschnitt.
Vorher, und der Look, den wir selbst beschrieben haben.

Schritt 5: Bilder exportieren und nutzen

Klicke oben auf Exportieren. Hake an, was du willst (Originale, entrümpelt, eingerichtet, pro Stil), wähle JPG oder PNG und lade ein ZIP mit allem herunter. Im kostenlosen Plan tragen die Bilder eine schmale Hinweisleiste, dass sie digital eingerichtet wurden; bezahlte Pläne können sie abschalten oder einen eigenen Text eintragen.

Der Exportdialog mit angehakten Originalen, entrümpelten und eingerichteten Versionen, JPG-Format und der Option für die Hinweisleiste
Der Exportdialog: Versionen und Format wählen, das ZIP wird im Hintergrund gebaut.
Die untere Hälfte des Exportdialogs mit JPG-Format und Vorschau der Hinweisleiste
Weiter unten: JPG oder PNG, und die Hinweisleiste, die in entrümpelte und eingerichtete Bilder gerendert wird, in der Sprache deiner Wahl. Originale bekommen nie ein Wasserzeichen.
Der Exportdialog mit dem fertigen ZIP und einem Download-Button
Fertig. Das ZIP enthält jede gewählte Version, benannt nach Raum und Stil.

Was die Leute danach mit den Dateien machen, ist der eigentliche Zweck der Übung:

  • Zwischen zwei Richtungen entscheiden, mit Partner oder Mitbewohnern, indem ihr denselben Raum in beiden anseht, statt über Moodboards zu streiten.
  • Das Bild mit in den Laden nehmen. „So etwas wie dieses Sofa, in dieser Farbe" funktioniert besser als jede Beschreibung.
  • Maler oder Schreiner briefen, mit einem Bild der fertigen Wand oder des Einbaus statt einer Skizze.
  • Die entrümpelten Versionen aufheben. Falls du irgendwann verkaufst, sind das die Exposéfotos eines aufgeräumten Zuhauses, das du nie aufräumen musstest, und die eingerichteten Versionen sind fertiges virtuelles Home Staging fürs Inserat.

Die Ergebnisse

Der Rest des Hauses, links das Original, rechts eingerichtet.

Die Wohnküche in Skandinavisch: Eichentisch, Pflanzen, eine leere Arbeitsplatte, die Küche selbst unangetastet.
Das Arbeitszimmer in Modern: Kartons und Heimtrainer weg, zwei Monitore auf einem leeren Schreibtisch.
Das Schlafzimmer in Skandinavisch: ein Eichenbett und Leinen, wo Bügelbrett und Wäschekorb standen.
Das Kinderzimmer als ruhiges Schlafzimmer mit Schreibtisch. Fenster und Heizkörper bleiben, wo sie sind; das Spielzeug nicht.

Mit eigenen Fotos ausprobieren, 5 Bilder gratis

Was Einrichten mit KI kann und was nicht

Klarheit über die Grenzen erspart Enttäuschungen:

  • Die Möbel sind nicht zu kaufen. Renderings zeigen eine Richtung, eine Palette und Proportionen, kein bestimmtes Produkt, das du bestellen kannst. Nutze sie zum Einkaufen, nicht als Warenkorb.
  • Der Raum bleibt der Raum. Wände, Fenster, Deckenhöhe und Ausblick bleiben wie fotografiert. Wer eine Wand durchbrechen will, braucht ein anderes Werkzeug (und einen Statiker).
  • Der Maßstab ist realistisch, nicht exakt. Ein Rendering sagt dir, dass ein Dreisitzer passt; den Zollstock vor dem Kauf ersetzt es nicht.
  • Böden und Wandfarben können sich ändern, wenn der Stil es verlangt. Praktisch für Farbentscheidungen, irreführend, wenn du vergisst, dass es passiert ist. Vergleiche mit dem Original, bevor du danach handelst.
  • Render ruhig noch einmal. Jedes Ergebnis ist eine neue Version neben den bisherigen, und dein Originalfoto bleibt unangetastet.

Was es kostet

Die ersten fünf Bilder sind kostenlos, ohne Karte. Danach zahlst du pro Zuhause, nicht pro Foto: Personal kostet 19 Euro im Monat für ein Zuhause und 25 Bilder, das reicht für ein ganzes Haus in zwei Stilen mit Luft für Wiederholungen. Den Rest findest du auf der Preisseite, auch den Pro-Plan, den Makler für mehrere Objekte im Monat nutzen. Zum Vergleich: Ein menschlicher virtueller Stager berechnet 15 bis 40 Euro pro Bild, aufgeschlüsselt in Was kostet virtuelles Home Staging?.

Häufige Fragen

Kann ich Fotos vom Handy nehmen?

Ja. JPEG, HEIC, PNG und WebP bis 20 MB pro Datei lädst du direkt hoch. Fotografiere im Querformat, bei Tageslicht, aus der Tür oder einer Ecke, damit der ganze Raum im Bild ist.

Verändert die KI meine Wände oder Fenster?

Nein. Die Struktur des Raums, die Fenster und die Perspektive bleiben wie fotografiert. Möbel, Deko, Textilien und manchmal die Oberflächen von Boden und Wänden ändern sich mit dem Stil. Vergleiche mit dem Original, bevor du eine Wandfarbe anmischen lässt.

Kann ich einen Stil nur an einem Raum testen?

Ja. Öffne den Raum im Editor und wähle im Menü einen Stil; dann wird nur dieses Foto gerendert. Der Button „Schnell generieren" im Tab „Eingerichtet" ist dieselbe Aktion fürs ganze Zuhause.

Wie lange dauert es?

Die Analyse dauert zehn bis dreißig Sekunden pro Foto, ein Rendering ein bis zwei Minuten, und Renderings laufen parallel. Sechs Räume in zwei Stilen plus Entrümpeln haben bei uns eine Viertelstunde gedauert, Kaffee inklusive.

Gehören die Bilder mir?

Ja. Lade sie als JPG oder PNG herunter und nutze sie, wie du willst. Im kostenlosen Plan tragen sie eine schmale Hinweisleiste; in bezahlten Plänen ist sie optional.

Und wenn ich einen Stil will, den es nicht als Voreinstellung gibt?

Wähle Freestyle und beschreib ihn in normalen Worten, oder baue einmal einen eigenen Stil aus einer Beschreibung und ein paar Referenzfotos und nutze ihn in jedem Raum. Konkrete Materialien und Farben liefern die berechenbarsten Ergebnisse.

Von Martin Balk, Gründer von Twelve Lumens · Aktualisiert am 23. Oktober 2026

Sieh dein eigenes Objekt eingerichtet

Lade ein paar Fotos hoch und bekomme in Minuten entrümpelte, eingerichtete Versionen zurück. Die ersten fünf Bilder sind kostenlos, ohne Kreditkarte, die Originale bleiben erhalten.

5 Bilder kostenlos einrichten

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